Digitalisierung der Abfalllogistik

RFID-Chips schaffen die Grundlage für eine effiziente Behälterverwaltung

Das TBZ hat die Einführung des Behälter-Identifikationssystems (RFID) im Jahr 2025 planmäßig vorangetrieben. Schritt für Schritt statteten die Mitarbeitenden die Behälter für Rest- und Bioabfall, Leichtverpackungen sowie Altpapier mit elektronischen Chips zur eindeutigen Identifizierung aus. Bis zum Jahresende waren bereits rund 95 % der Behälter verchippt.

Mit der RFID-Technologie schafft das TBZ die Grundlage für eine moderne und digitale Behälterverwaltung. Die Einführung bietet unter anderem folgende Vorteile:

  • eindeutige Identifizierung aller Abfallbehälter
  • effizientere Arbeitsabläufe im Entsorgungsbetrieb
  • schnellere Erkennung von Behälterdefekten und Unstimmigkeiten
  • verbesserter Kundenservice durch eine höhere Datenqualität
  • bessere Nachvollziehbarkeit von Leerungen

Die Mitarbeitenden integrierten das Verchippen weitgehend in die regulären Abfuhrtouren. Dadurch konnte das TBZ die Ausstattung der Behälter effizient umsetzen. Grundlage für den flächendeckenden Rollout war ein erfolgreiches Pilotprojekt im Stadtteil Solitüde, das Ende 2024 startete.

Die RFID-Chips dienen ausschließlich der Identifizierung der Behälter. Sie erfassen keine Gewichtsdaten und ermöglichen keine Rückschlüsse auf die Eigentümerinnen und Eigentümer der Behälter.

Ausblick 2026

ident-system für das leerungsmanagement

Als nächster Schritt folgt ein Ident-System an den Abfallsammelfahrzeugen. Das System schafft die Grundlage für eine noch effizientere, transparentere und rechtssichere Abfallentsorgung. Durch die automatische Identifikation der Behälter können nicht registrierte Behälter zuverlässig erkannt und Leerungsvorgänge lückenlos dokumentiert werden.

Neben der Erfassung des aktuellen Fahrzeugstandorts ermöglicht das System die digitale Verarbeitung von Behälter-, Touren- und Statusmeldungen in Echtzeit. Dadurch werden Arbeitsabläufe optimiert und die Nachvollziehbarkeit sämtlicher Entsorgungsvorgänge deutlich verbessert. Ein automatischer Schüttungsstopp verhindert sogenannte Schwarzleerungen.

Für die Mitarbeitenden auf den Fahrzeugen stehen künftig mobile Anwendungen zur Verfügung, über die Touren- und Auftragslisten einschließlich Objekt- und Behälterdaten direkt abgerufen werden können. Ergänzend ermöglicht die digitale Auftragsrückmeldung eine zeitnahe Dokumentation der durchgeführten Arbeiten, einschließlich der Übermittlung von Fotos bei besonderen Vorkommnissen.