Resilienz durch Vorsorge

mobile sturmflutschutsysteme erhöhen sicherheit bei extremwetterlagen

Die Anpassung an zunehmende Wetterextreme und die Vorbereitung auf mögliche Sturmflutereignisse bleiben zentrale Aufgaben des Technischen Betriebszentrums Flensburg. Um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall weiter zu verbessern, führte das TBZ im Dezember 2025 eine umfangreiche Sturmflutschutzübung im Bereich Norderhofenden durch.

In der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember 2025 wurde erstmals der Aufbau einer mobilen Sturmflutschutzwand im Abschnitt zwischen Bahndamm und Ramada Hotel unter realistischen Bedingungen erprobt. Rund 30 Mitarbeitende des TBZ waren an der Übung beteiligt. Ziel war es, Abläufe und Zuständigkeiten praktisch zu trainieren sowie die Einsatzbereitschaft des Bereitschaftsdienstes weiter zu stärken.

Realitätsnaher Test technischer Schutzsysteme

Die mobile Schutzwand ist für zukünftige Sturmflutlagen mit Wasserständen von bis zu 1,75 Metern über Normalnull ausgelegt. Ergänzt wurde die Übung durch den Einsatz mobiler Pumpen, der stationären Pumpwerke im Bereich der „Bärenhöhle“ und der Hafenspitze sowie durch Spezialfahrzeuge des Klärwerks. Dadurch konnte das Zusammenspiel verschiedener technischer Systeme und Einsatzkräfte unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden.

Schutz wichtiger Infrastruktur und Verkehrswege

Mit dem geplanten Schutzkonzept verfolgt das TBZ das Ziel, bei Sturmfluten wichtige Verkehrs- und Rettungsachsen möglichst funktionsfähig zu halten. Insbesondere die Bereiche Hafendamm, Norderhofenden, Wilhelmstraße und der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) sollen auch bei erhöhten Wasserständen weiterhin nutzbar bleiben. Die Verbindung zwischen Hafendamm und Rathausstraße spielt dabei eine besondere Rolle für den öffentlichen Verkehr und Einsatzfahrzeuge.

Gleichzeitig trägt die Maßnahme dazu bei, das Eindringen von Wasser in angrenzende Wohn- und Geschäftsbereiche zu reduzieren und kritische Infrastruktur wie die am Hafendamm verlaufende Schmutzwasserhauptleitung „Stammsiel Süd“ zu schützen.

Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Sturmflutschutzes

Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Übung bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Optimierung des kommunalen Sturmflutschutzes. Zunächst wurde der vorgesehene Schutzabschnitt unter praktischen Bedingungen erfolgreich getestet. Auf Basis der Ergebnisse wird geprüft, ob und in welchem Umfang die Schutzstrecke erweitert werden kann.

30
Mitarbeitende des TBZ probten den Einsatz des mobilen Sturmflutschutzsystems.
175
cm über NN beträgt das Schutzniveau der mobilen Sicherheitseinrichtung.
2
stationäre Pumpen wurden durch mehrere mobile Pumpen unterstützt. Spezialwagen, wie z.B. das Spülfahrzeug, waren ebenfalls im Einsatz.

Mobile Sturmflutschutzwand

Vorbereitet für den Ernstfall

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Sturmflutschutzübung im Videoformat