Ausblick

Waste Watcher: Impulse für mehr Sauberkeit und bessere Abfallqualität

Mit den Waste Watchern verfolgt das TBZ Flensburg das Ziel, die Qualität der Abfalltrennung nachhaltig zu verbessern, Fehlbefüllungen zu reduzieren und das Stadtbild durch weniger Littering zu stärken. Das Projekt wurde im Juli 2025 durch den Verwaltungsrat beschlossen und verbindet Beratung, Aufklärung und Kontrollen im öffentlichen Raum. Die Waste Watcher stehen Bürgerinnen und Bürgern als direkte Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen sie bei Fragen zur richtigen Abfalltrennung. Gleichzeitig tragen sie durch Präsenz im Stadtgebiet dazu bei, das Bewusstsein für Sauberkeit und Ressourcenschutz zu stärken.

Bereits vor Projektstart zeigte eine repräsentative Kundenbefragung des TBZ, dass das Vorhaben in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stößt. Insgesamt befürworteten 45 Prozent der Befragten die Einführung von Waste Watchern, weitere 34 Prozent standen dem Projekt offen gegenüber.

Gleichzeitig verdeutlichte die Befragung den bestehenden Handlungsbedarf: Zehn Prozent der Bürgerinnen und Bürger gaben an, ihren Abfall überhaupt nicht zu trennen, während 19 Prozent den Bioabfall nicht trennen. 

Sollen in Flensburg Waste Watcher eingeführt werden?

erste Erfahrungswerte

Seit dem 4. Mai 2026 sind drei Waste Watcher in Flensburg im Einsatz, um die Sauberkeit im öffentlichen Raum weiter zu verbessern und die Ziele der EU-Abfallrahmenrichtlinie durch mehr Abfallvermeidung und korrektes Trennen von Abfällen zu unterstützen.
Im Mai und Juni 2026 kontrollierten die Waste Watcher knapp 20.000 Abfallbehälter. Dabei wurden insgesamt 1.337 Fehlbefüllungen dokumentiert.

 

339
Bioabfalltonnen
112
Restabfalltonnen
180
PPK (Papier-Pappe-Kartonagen)-Tonnen
706
LVP (Leichtverpackungen)-Tonnen

auf einem guten weg

Die bisherigen Erfahrungen aus dem Projekt zeigen zudem, dass insbesondere Kunststoffverunreinigungen in der Biotonne sowie blickdicht verpackte Abfälle in der Gelben Tonne besondere Herausforderungen darstellen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass eine starre Bewertung anhand allgemeiner Vorgaben häufig nicht ausreicht. Die individuelle Beurteilung vor Ort durch geschulte Mitarbeitende ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ergänzend werden gelbe Tonnenanhänger eingeführt. Dadurch erhalten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihr Trennverhalten anzupassen, bevor es an den nächsten Abfuhrterminen zu einer Nichtleerung der Abfallbehälter kommt.

Nach den ersten sechs Wochen im Einsatz fällt die Zwischenbilanz positiv aus. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind überwiegend positiv. Darüber hinaus zeigen die Beobachtungen der Waste Watcher bereits erste messbare Erfolge: In einzelnen Straßenzügen gingen Fehlbefüllungen nach persönlicher Beratung und dem Einsatz der Tonnenanhänger sichtbar zurück.