Naturgemäße Waldwirtschaft - Artenschutz

Die inzwischen wieder artenreiche und üppige Vegetation führt zu nährstoffreicheren Humusformen des Waldbodens. Die damit verbesserte Nährstoffversorgung der Bäume vitalisiert diese im Überlebenskampf beim Waldsterben. Das ist ein Beitrag zur Rettung des Waldes. Daneben sind weitere, auch technische Maßnahmen zur Luftreinhaltung unerlässlich!

Auch das Totholzförderungsprogramm der Stadtförsterei soll die Bodenverbesserung voranbringen und Lebensgrundlagen für z.T. selten gewordene Tier- und Pflanzenarten schaffen. Grundlage des Artenschutzes ist außerdem die Sicherung bzw. Schaffung von Biotopen (Lebensräumen), die in Verbindung zum Wald stehen: Waldränder, Knicks, Gewässer, Feuchtwiesen, Trockenrasen.

Ziel ist die Schaffung von Mischwald, der aus möglichst vielen Baum- und Straucharten besteht. Dabei wird versucht, das Genpotential vorhandener Pflanzen zu nutzen und von der Naturverjüngung zu profitieren.

Einst verbissgefährdete Arten wie Stechpalme, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Hasel, Faulbaum, Eiche, Esche, Wildkirsche stellen sich wieder ein.

Freimähen einer Knickanpflanzung zw. Marienhölzung und der B199 Zur Schaffung von Vielfalt im Walde gehört auch das Angebot von Naturwaldflächen. Ein abgeschiedener, nicht begehbarer Eichen-Buchen-Eschen-Altholzbestand von 5 ha Größe ist als Naturwald ausgewiesen und als Ruhezone für Tiere besonders geeignet.

1996 wurde im Landeswaldgesetz Schleswig-Holstein die Bewirtschaftung der Wälder des Landes nach den Grundsätzen der ANW verbindlich eingeführt.

Damit fanden die vorhandenen Konzeptionen und seit 1986 laufenden Bemühungen der Stadt um einen gesunden Wald ihre Bestätigung.